Chemiefaser als Problemlöser

Ökologische Vorteile gegenüber Naturfasern zeigen Chemiefasern auch mit Blick auf ihre Anwendungsgebiete. Zahlreiche Anwendungen wären ohne den Einsatz von Chemiefasern nicht realisierbar.

Nachhaltige Beispiele für den Bereich Mobilität
  • Synthesefasern dienen als Precursor für Carbonfasern, die zu modernen Verbundwerkstoffen verarbeitet werden und als Metallsubstitut eingesetzt werden.
  • Chemiefasern erhöhen die Sicherheit z. B. durch Anwendung als Airbag, Sicherheitsgurt oder Reifencord.
  • Mit Chemiefasern ist es möglich, sortenreine Bauteile im Sinne der Altautoverordnung zu erzeugen, die zu 100 % recycelbar sind (z. B. kompletter Sitz aus PET).
  • Mit IMDS liefern Chemiefaserhersteller die erforderlichen Datensätze für ein späteres Fahrzeugrecycling.
  • Leichte textile 3D-Strukturen substituieren PUR-Schäume.
Nachhaltige Beispiele für den Bereich eneuerbarer Energien
  • Windräder, deren Rotorblätter zum größten Teil aus Carbonfasern bestehen, wären ohne Polyacrylnitril- sowie Viskosefasern nicht herstellbar.

Nachhaltige Beispiele für den Bereich Bauen

  • Chemiefasern werden zu Vliesstoffen verarbeitet und dienen in Gebäuden als Isolier-, Dicht- und Dämmstoff für Fassaden, Böden, Fenster oder Dachbahnen.
  • Mit 3D-Strukturen aus Chemiefasern in Wandelementen sorgt die eingeschlossene Luft für beste Isolation.
  • Nutzung reversibler thermischer Effekte durch Einbettung von Phase-Change-Materials (PCM) in Textilien können die Temperierung von Gebäuden unterstützen.
Nachhaltige Beispiele für den Bereich Industrieprodukte
  • Chemiefasern in Form von Vliesstoffen filtern Flüssigkeiten, fangen Feststoffe auf und reinigen z. B. Die Abluft von Kraftwerken von Schadstoffpartikeln. Nur Chemiefasern können diesen vielfältigen thermischen und chemischen Belastungen standhalten.
  • In vielen industriellen Prozessen ermöglichen Chemiefasern einen sparsamen Umgang mit wertvollen Ressourcen.
  • Chemiefaser-Vliese, -Gewebe oder -Gelege dienen als Untergrundmaterial zur Befestigung von Straßenführungen über wenig tragfähige Böden sowie Festigungen für Wege, Dämme, Deiche und Halden.
Nachhaltige Beispiele für den Bereich Medizin
  • Spezielle Chemiefasern werden zu hautverträglicher Bekleidung für Hautallergiker verarbeitet.
  • Aufgrund ihrer Körperneutralität werden Chemiefasern in vielen Bereichen der Medizin eingesetzt, z. B. als chirurgische Nähfäden, künstliche Adern oder zur Blutfiltration.
  • Durch Wahl des jeweiligen Basispolymers bei der Entwicklung von Chemiefasern lässt sich das Abbauverhalten bzw. die Stabilität in deren Umgebung beeinflussen. Somit entstehen bei Bedarf auch biologisch abbaubare Synthesefasern.